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Fernbusunternehmen – News September 2015

Zum 1. Juli 2015 starten Postbus und Lufthansa Airport Bus eine neue Kooperation. Diese bezieht sich auf Zubringerfahrten, die künftig an den Flughäfen in Frankfurt und München durchgeführt werden sollen. Diese Kooperation ist für die Deutsche Post Mobility GmbH nur ein weiterer Schritt zu einer größeren Wirtschaftlichkeit. Geplant ist eine Verdoppelung des Busnetzes von den jetzt 60 auf insgesamt 120 Städte. Pro Woche entspannen derzeit 14,8 Million Fahrgäste auf einer Strecke von 275.000 km, die die Busse auf ihren Routen abfahren. Hier sieht man Potenzial nach oben und durch den gesteigerten Bedarf natürlich auch eine bessere Auslastung und damit eine höhere Gewinnspanne.

Fernbusse auf dem Vormarsch

Noch herrscht große Konkurrenz auf dem Fernbusmarkt. Viele Buslinien sehen sich als günstigere Alternative zur Bahn. So sind Strecken innerhalb Deutschlands und ins europäische Ausland oft zu wesentlich günstigeren Konditionen zu haben. Einziger Nachteil, oft legen fern Busse häufige Stopps ein und erreichen ihr Ziel dadurch oft nicht ganz so schnell wie die Konkurrenz Bahn. Trotzdem scheinen sich die Kunden über die wachsenden Angebote zu freuen. Flixbus zum Beispiel bot Anfang Januar 2015 um die 1.700 Fahrten pro Woche an. Bei MeinFernbus waren es im gleichen Zeitraum sogar noch mehr, nämlich 3000 wöchentliche Fahrten. Dabei haben Kunden die Auswahl zwischen 264 angebotenen Fernbuslinien (Stand April 2015).

Ein umkämpfter Markt

Noch hat kein Unternehmen im Fernbusgeschäft ein Monopol, wenngleich MFB MeinFernbus mit einem Marktanteil von 37 Prozent (Stand August 2014) ganz klar die Nase vorn hat in diesem Geschäftszweig. Knapp dahinter liegen mit 20 Prozent Marktanteil Flixbus und mit 15 Prozent Marktanteil knapp dahinter Berlin Linien Bus. Die restlichen Prozentsätze teilen sich Deutsche Bahn IC-Bus (8 Prozent), ADAC Postbus (6 Prozent), DeinBus.de (4 Prozent), City2City (3 Prozent) und Deutsche Touring mit gerade einmal 2 Prozent. Ein verschwindend geringer Anteil fällt dabei auf sonstige Busunternehmen zurück, die in der Erhebung nicht näher klassifiziert worden sind.

Liberalisierung auf dem französischen Fernbus-Sektor gestartet

Gerade der Sommer ist hoch frequentiert unter den Reisenden im Fernferkehr und so herrscht gerade jetzt viel Potenzial, die eigenen Angebote zu erweitern und auszubauen. Manche Unternehmen machen dies durch Sonderfahrten zu vergünstigten Tarifen, einige verschenken sogar Freifahrten, andere eröffnen sich neue Gebiete. Frankreich ist hier seit August stark im Rennen, denn noch rollen wenige Fernbusse durch französische Metropolen wie Paris. Das wollen jetzt Fernbusunternehmen aufholen. Konkurrenz droht deutschen Unternehmen aber nicht nur aus den eigenen Reihen, auch in Frankreich schneidet man sich gern ein Stück vom großen Kuchen ab und so wurde jüngst mit der Gründung der Tochtergesellschaft isilines des großen Busunternehmens Eurolines France ein Schritt zur großen Markteröffnung getan. Hier ist die Strecke zwischen Paris und Lyon bereits für fünf Euro buchbar.

Bislang galten strenge Restriktionen von Seiten des französischen Staates zum Schutz der Bahn. Man wollte dieser nicht die Fahrgäste streitig machen so gab es wenig grenzüberschreitende Verbindungen, sowie innerfranzösische Linien. Das neue Macron-Gesetz erleichtert jetzt die Konditionen für die Busunternehmen, denn sie dürfen künftig Strecken ab 100 km Länge bedienen. Für das britische Unternehmen megabus ein guter Anreiz, mit günstigen Preisen für das Ticket und speziellen Kurzstrecken den französischen Markt zu erobern.

Quellen:

– Pressesprecher der Fernbusunternehmen
– Statista Premium Account

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